Die Aktionswoche „Starke Mädchen-Starke Frauen“ hat alle begeistert

Text: Michael Jankowsky

Fotos: Ludmila Liusuk

STARKE MÄDCHEN, STARKE FRAUEN 25.11. – 30.11.2019

Zwei Vorträge und sieben Sportgruppen für Mädchen und Frauen innerhalb von sechs Tagen! Diese Aktionswoche hat alle Teilnehmerinnen gefordert – den Körper und auch den Kopf.

Bereits der Vortrag der Diplom Ökotrophologin Valeria Miksch Fit in Form – Ernährung und Sport“ war am Montagabend sehr gut besucht. Achtzehn Frauen und  Mädchen hörten gespannt zu und hatten nach dem interessanten Vortrag viele Fragen. Da das Thema so aktuell ist, hatten die Frauen auch nach zwei Stunden lebhafter Diskussion noch nicht genug. Es gab viele Fragen an die Referentin und intensive Gespräche. Für die Veranstalterin der Aktionswoche, Natalia Dergatcheva, ist das Thema Ernährung besonders wichtig. Sie sieht einen großen Bedarf in den Familien für eine umfangreiche Aufklärung der Eltern über gesunde Ernährung.

Beim zweiten Vortrag am Mittwochabend nahmen über zwanzig Frauen teil. Das Thema Mütter und Töchter zwischen Identifikation und Abgrenzung“, über das die   Diplom Psyhologin Tatjana Ludemann referierte, stieß auf sehr großes Interesse. Die Probleme und Konflikte, aber auch Gemeinsamkeiten in der Beziehung zwischen Müttern und Töchtern sind in vielen Familien sehr aktuell. Auch hier wurde nach dem Vortrag sehr lebhaft diskutiert. Die teilnehmenden Frauen haben sich in der Runde sehr wohl gefühlt. Dazu trug auch bei, dass sie einige Fragen neben Deutsch auch in Russisch oder Englisch stellen konnten. Die Referentin ist dreisprachig und freute sich über die intensive Diskussion.

Für die Mädchen und Frauen gab es auch viele sportliche Angebote. Zum Latin Dance mit der Tanzpädagogin Svitlava Colaris kamen neben vielen Teilnehmerinnen aus dem Verein auch zwei neue Frauen, die durch einen Artikel im Barmbeker Wochenblatt auf die Veranstaltung aufmerksam wurden. Auch beim Kurs Rücken Fit mit Dr. R. Albrand nahmen zwei neue Teilnehmerinnen teil.

Besonders gefreut hat sich Natalia Dergatcheva darüber, dass einige Mädchen aus den bestehenden Tanzbrücke-Gruppen auch andere Sportgruppen während der Aktionswoche ausprobiert haben. So machten beispielsweise einige Mädchen aus der Mathematikgruppe beim Ballettangebot mit. Und das vermutlich nicht zum letzten Mal.

Die älteren Mädchen im Teenageralter interessieren sich für Selbstverteidigung und nahmen am Samstag begeistert am Schnupperkurs Selbstverteidigung teil. Übungsleiter Michael Wolfsohn konnte ihnen zum Abschluss der Woche einige Techniken zur Selbstverteidigung zeigen.

Natalia und alle beteiligten Übungsleiterinnen und Referentinnen überlegen schon eine Fortsetzung der Aktionswoche im nächsten Jahr. Besonders die Themen der Vorträge stießen auf so großes Interesse, das eine weitere Beschäftigung mit den angesprochenen Themen sinnvoll erscheint.

In allen Gruppen der Tanzbrücke Hamburg werden noch gerne neue Mädchen und Frauen aufgenommen.

info@tanz-bruecke.de   Telefon: 040 / 697 049 88

THEATERAUSFLUG, HANS IM GLÜCK

25.11.19

Gestern besuchten über 200 Mitglieder der Tanzbrücke Hamburg das schöne Weihnachtsmärchen „HANS IM GLÜCK“ im Ernst Deutsch Theater. Von Groß bis Klein freuten sich alle über die tolle Geschichte und die weihnachtliche Atmosphäre. Es gab Humor für Jung und Alt und so wurde viel gelacht und mitgefiebert. Viele Lieder zum Mitsingen erfüllten den Saal und so gingen alle gut gelaunt nach dem Theaterbesuch nach Hause. Natürlich mit der Moral der Geschichte, dass alles Glück bringt und wir auch mit wenig glücklich sein können.
Wir freuen uns schon auf das Märchen „Der Froschkönig“, welches im nächsten Jahr aufgeführt werden soll.

16. HAMBURGER MÄRCHENTAGE IN DER TANZBRÜCKE HAMBURG

Liebe Freunde, in der Zeit vom 7. bis zum 15. November 2019 wird sich unsere Akademie an dem interkulturellen Projekt zur Lese- und Schreibförderung mit einem bunten Programm beteiligen.

Mit Vorlesungen, Musik und Malerei werden in der Tanzbrücke Hamburg e.V. die Märchen aus Skandinavien präsentiert.

Wir beginnen die Märchenwoche mit dem

Vorlesewettbewerb für Schüler/innen der 5. und 6. Klassen

am DO, 07. November 2019 um 17:30 Uhr.

Wir erfahren Vieles über die Mumins, die wundersamen runden Wesen aus dem Mumintal und ihre Schöpferin Tove Jansson. Im Anschluss werden sich die Schüler/innen des Vereins im Vorlesen einzelner Muminabenteuer messen. Es winken tolle Preise.

Teilnahme frei

 

Märchen aus Dänemark – Lesung und Sandanimation 6 – 14 J.

am SA, 09. November 2019 um 15:00 Uhr.

Zu Lesungen aus den schönsten Märchen von Hans Christian Andersen und stimmungsvoller Musik lässt die Künstlerin Anna Telbukh wunderbare Sandbilder entstehen. In Anschluss gibt es Möglichkeit an einem Sandanimationsworkshop teilnehmen.
Eintritt – 5,00 EUR

 

Willkommen im Mumintal! – Malworkshop  6-14 J.

Am SO, 10. November 2019 um 10:00 Uhr

Wir lesen Geschichten aus dem Mumintal und erfahren einiges über die Autorin der lustigen Wesen. Im Anschluss können die Mitglieder des Tanzbrücke Hamburg e. V. Bilder zum Thema malen.

Eintritt frei

 

Pippi lädt ein – Abschlusskonzert –

Am DO, 14. November 2019 um 17:00 Uhr

Ein buntes Programm mit Theater, Tanz und Gesang für die ganze Familie. Die lustige Gastgeberin Pippi Langstrumpf und ihre Freunde präsentieren zahlreiche Märchen aus Skandinavien.

Eintritt frei

 

FREUNDE AUS PEKING BESUCHTEN UNSERE TANZBRÜCKE

Am Samstag, dem 17. August, fand bei uns in der Tanzbrücke Hamburg ein wichtiges Ereignis statt. Wir konnten unsere Freunde aus Peking, die an dem Internationalen Jugendkulturfestival Hamburg 2019, für Kinder und Jugendliche teilnahmen, herzlich begrüßen. Das Ensemble aus dem Kulturschloss des „Beijing Mentougou Childrens Palace“ wurde mit offen Armen empfangen. Die Freude war groß.

Natalia Dergatcheva leitete ein Workshop mit europäischen Tänzen. 23 chinesische Mädchen und 18 Kinder der TB lernten eifrig die komplizierten Schritte des polnischen „Krakowjaks“ und der deutschen „Sternpolka“.

Drei Stunden später fand die Abschlussveranstaltung des Jugendfestivals im Miralles Saal statt. Gemeinsam mit ihren chinesischen Gästen präsentierten die Tanzbrücke Kinder erfolgreich ein schönes buntes Bühnenprogramm und den Zuschauern einen unvergesslichen und magischen Abend.

Text: Veronika Berlin

Fotos: Hui Lee, Michael Wolfsohn

TANZBRÜCKE HAMBURG IST VIZEWELTMEISTER!

Liebe Mitglieder, liebe Freunde der Tanzbrücke Hamburg,

THE FINAL OF THE BEST, so lautete das Motto der Tanzweltmeisterschaft Dance World Cup, die in Portugal vom 28.Juni bis zum 06.Juli 2019 stattgefunden hat.

Die besten über 6.000 Tänzer und Tänzerinnen aus 53 qualifizierten Nationen der Welt  –  darunter  Australien, Österreich, Belgien, Bosnien Herzegowina, Bulgarien, Kanada, China, Tschechien, Groß  Britannien, Frankreich, Deutschland, Gibraltar, Guernsey, Indien, Italien, Japan, Jersey, Malaysia, Mexiko, Polen,  Portugal, Rumänien,  Russland, Slowenien,  Südafrika,  Spanien, Schweiz, Ukraine, USA – haben  sich  im fairen Wettstreit in verschiedenen Tanzkategorien gemessen.

Als ein Teil der deutschen Nationalmannschaft bei diesem Wettkampf waren auch die zehn Tänzerinnen der Tanzbrücke Hamburg im Alter zwischen acht und zehn Jahre. Nach den Ergebnissen dieser Weltmeisterschaft sind unsere Tänzerinnen Vizeweltmeisterinnen in der Kategorie Nationaltanz geworden!

Dieses ist ein riesiger Erfolg! Wir sind sehr glücklich darüber und möchten unsere Freude mit euch teilen! Die Tanzbrücke Hamburg ist so stolz auf euch!

Die Tanzbrücke Hamburg ist so stolz auf euch!

VORHANG AUF FÜR ZWERG NASE

Am Samstag, den 25.05. 2019, fand in unserer Akademie eine Premiere des Musicals „Zwerg Nase“, nach den Motiven des  Märchens von Wilhelm Hauff, statt. Unter der Leitung von unserer Musikpädagogin Olesya Deli Osman haben die jungen Schauspieler und Schauspielerinnen ihre Talente auf der Bühne präsentiert.
Das Märchen „Zwerg Nase“ handelt von dem verträumten Jungen Jakob (Edward), welcher lieber seiner Mutter (Jenja) beim Gemüsestand auf dem Markt zur Hand geht, statt seinem Vater (Simon) in der Schusterwerkstatt zu helfen. Eines Tages wird er von der hässlichen alten Fee Kräuterweis (Olexandra) durch eine gemeine List in ihr Haus gelockt. Für die nächsten sieben Jahre erwartet ihn eine harte Lehrzeit, durch die er Meister der Kochkunst wird. Als er jedoch fliehen will, sieht er sich in einen missgestalteten Zwerg mit langer Nase verwandelt. Verstoßen und nicht wiedererkannt von seinen Eltern und den Mitbürgern, gelangt Jakob an den Hof des Herzogs, wo er auf Mimi (Sonja), ein, in eine Gans verwandeltes, junges Mädchen, trifft, die ihm bei seinen weiteren Hindernissen hilft.
Es war eine sehr gelungene Vorstellung! Die Kinder haben viel geübt und es hat sich gelohnt, denn es wurde eine tolle Leistung abgeliefert. Erwähnenswert ist auch die fleißige Arbeit der Eltern, die bei der Herstellung von den Kostümen und den Dekorationen mitgewirkt haben. Viele tolle Ideen wurden umgesetzt. Es ist ein schönes Musical entstanden, das den Zuschauern sowie den Teilnehmern viel Freude bereitet hat.

Wir gratulieren allen jungen Talente der Tanzbrücke Hambrug zur erfolgreichsten Prämiere und freuen uns jetzt schon sehr auf weitere Inszenierungen!

BUNTE MAILE 2019

26.05.2019 Strahlende Kinder, trotz Nieselregen und schlechter Wetterlage!

Gestern fand in der Meisenstraße/Barmbek-Nord die Bunte Maile statt und die Tanzbrücke Hamburg durfte wieder mit dabei sein. Jedoch präsentierte sie nicht nur ihre erfahrenen Tänzerinnen und Tänzern, sondern war auch mit ihren jungen und heranwachsenden Talenten mit dabei. Die Zuschauer bekamen einen bunten Mix aus Gesang, Tanz und Sambo (Selbstverteidigung) geboten. Es gab viele Premieren und somit viele rasende Herzen!

Angefangen mit dem Lied „Mein kleiner grüner Kaktus“, bei welchem die Zuschauer sofort mit eingestimmt haben, bis hin zu niedlichen Tänzen wie Regentropfen, Pompon- oder Fischfangtanz der ganz Kleinen, konnten die Zuschauer die Tanzbrücke Hamburg besser kennenlernen. Doch auch anspruchsvolle Lieder und energievolle Tänze wurden von unseren älteren Kindern und Jugendlichen vorgestellt und sorgten insgesamt für einen gelungenen Auftritt bei der Bunten Maile. Nicht zu vergessen sind auch die zahlreichen Gesangssolisten, die mit ihren zauberhaften Liedern ganz alleine das Publikum anheizten.

Die über 50 Kinder waren sehr aufgeregt, doch mit ihrer Ausstrahlung konnten sie sogar die dunkelsten Wolken vertreiben.

Vielen Dank an die Tanz-, und Gesangspädagogen, die schöne Nummern einstudiert haben und an ihre Kinder, welche diese fabelhaft umgesetzt haben; sowie an den Sambotrainer, der mit seinen Jungs eine sportliche Performance vorgestellt hat.

Danke an die Köster-Stiftung, die dieses tolle Fest organisiert!
Wir freuen uns bereits jetzt schon auf das nächste Jahr und hoffen, dass das Wetter dann besser wird!

SAMBO TURNIER

Am Sonntag den 31.03.19 haben die jungen SAMBO Sportler der TBHH bei dem Wettkampf in Osnabrück erfolgreich teilgenommen.

Herzlichen Glückwunsch an Edward K., Artem K., Jon A. und deren Trainer Michael Wolfsohn!

TANZOLYMP 2019: TANZBRÜCKE HAMBURG, GOLD

TANZOLYMP: Der größte Tanzwettbewerb der Welt!

Die Tanzbrücke Hamburg hat den (Tanz-) Olymp bezwungen und für Deutschland Gold gewonnen. Die jungen Tänzer_innen konnten sich gegen die starken Konkurrenten aus den verschiedensten Ländern behaupten.

Mehr als 1000 Nachwuchstalente im Alter zwischen 10 und 21 Jahren aus über 40 Ländern waren bei dem Finale des internationalen Wettbewerbes TANZOLYMP 2019 in die Hauptstadt gekommen. Sie mussten sich vor einer international renommierten Jury beweisen.

Die Tanzbrücke Hamburg durfte Deutschland vertreten. Das anstrengende und lange Training hat sich letzten Endes jedoch gelohnt. Mit großer Motivation und weil es das ist, was ihre größte Leidenschaft ist, konnten sie in der Kategorie Modern 13-16 J. ihre Gegner besiegen … als einziges deutsches Team haben sie somit den ersten Platz bekommen! Das ist eine Sensation! Auf die hervorragende Leistung der TänzerInnen der Tanzbrücke Hamburg ist die Stadt Hamburg sehr stolz!

Fotos: Eduard Maydanik

WIR SIND FÜR DEN NATIONALEN INTEGRATIONSPREIS NOMINIERT

Als Vorschlag des DOSB nahm der Hamburger Verein Tanzbrücke an der Verleihung des ersten Nationalen Integrationspreises in Berlin teil. Seit 20 Jahren fördert der Verein die Integration von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte.

Autor: Frank Heike

Foto: Bundesregierung

Nach diesem tollen Erlebnis in Berlin muss Natalia Dergatcheva erst einmal an einer Rundmail für alle Mitstreiter und  Vereinsmitglieder feilen. „Ich bin ja nicht allein“, sagt die Vorsitzende des Hamburger Vereins „Tanzbrücke“, „ich habe so viele engagierte Leute dabei.“ Und die sollen alle teilen, was die Vereinsgründerin am Mittwoch in Berlin bei der ersten Verleihung des Nationalen Integrationspreises erlebt hat. Das Bundeskabinett hatte im Mai 2016 bei einer Klausurtagung die „Meseberger Erklärung zur Integration“ beschlossen und den Nationalen Integrationspreis ins Leben gerufen. Den mit 10.000 Euro dotierten Preis verlieh Bundeskanzlerin Angela Merkel an die westfälische Stadt Altena, die die fünfköpfige Jury mit ihrem stadtweit vernetzten Konzept überzeugte, „aus Flüchtlingen Mitbürger zu machen“. Die Kommission um den Vorsitzenden Frank-Jürgen Weise musste aus Vorschlägen von 33 gesellschaftlichen Institutionen wählen.

Natalia Dergatecheva fühlte sich als Vertreterin ihres Vereins schon als Siegerin, als sie am Dienstagabend im Zug nach Berlin saß. „Es war  eine große Ehre, dass der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) die Tanzbrücke vorgeschlagen hat“,  sagt sie. Schwerpunkt und Herzstück der sich stetig erweiternden Tanzbrücke ist das Tanzen, vom klassischen Ballett bis zum Tanztheater. Hamburgweit ist dieser Verein in seiner Mischung aus Kultur, Sport und Erziehung dafür bekannt und einzigartig; bei vielen Veranstaltungen in der Stadt treten kleine und große Tänzerinnen und Tänzer des Klubs auf. Doch für den Nationalen Integrationspreis  vorgeschlagen wurde der kleine Verein aus dem Stadtteil Barmbek wegen weit darüber hinaus reichender Aktivitäten.

„Die Tanzbrücke Hamburg leistet bereits seit zwei Jahrzehnten vorbildliche Integrationsarbeit“, sagt Dr. Petra Tzschoppe, die Vizepräsidentin Frauen und Gleichstellung des DOSB. Petra Tzschoppe war am Mittwoch auch im Bundeskanzleramt und vertrat dort den DOSB. Sie war sehr angetan von der stimmungsvollen, aber auch lockeren Atmosphäre der Veranstaltung mit einer spürbar beeindruckten Bundeskanzlerin.

Neben der Tanzbrücke Hamburg war aus dem Sport auch der Fußballverein FC Internationale Berlin 1980 e.V. vorgeschlagen worden, und zwar vom Land Berlin.

Fußball wird bei der 1997 gegründeten Tanzbrücke nicht gespielt – oder nur selten. Wer den Verein in der Bramfelder Straße schon einmal an einem ganz normalen Wochentag besucht, bekommt sofort einen Einblick in die Vereinsarbeit. Schuhe aus, und rein geht’s: In den schönen, hellen, selbst renovierten Räumen mit viel Holz, guter Luft und bunten Farben herrscht ein Gewusel aus Tanz, Judo, Sambo, Nippon Kempo, Malen, Singen, Klavier spielen und lernen.

Es gibt eine Hausaufgabenhilfe mit qualifizierten Lehrerinnen. Hier kommen Hamburger Familien gern her, Geflüchtete und Menschen mit türkischen oder anderen Wurzeln. „Wir haben hier alle einen Migrationshintergrund“, sagt Natalia Dergatcheva, „die meisten Mitglieder kommen aus den ehemaligen GUS-Ländern, aber auch anderswo her. Wir haben zwölf Nationalitäten.“ Knapp 200 Mitglieder zählt der Verein. Wichtig ist ihr noch diese Botschaft: „Wir sind offen, wir sind Hamburg. Wir wollen kein  Ethnoverein sein.“

Der Stadtteil ist gemischt, und nicht jedes Kind bekommt hier die nötige Aufmerksamkeit und Förderung. „Wir haben viele vor der schiefen Bahn bewahrt“, sagt Natalia, dessen Tochter Elena sich ebenfalls in der Tanzbrücke engagiert. Hier wird in jedes Kind viel investiert. Mal streng, mal nachsichtig. Was Mutter und Tochter  besonders freut, ist die Kontinuität. Viele, die hier als Kind Nachhilfe bekamen, sind inzwischen in der Kurs- oder Vereinsleitung. „Die Mädels der ersten Stunde bringen inzwischen ihre Kinder her“, sagt Natalia Dergatcheva.

Als Stützpunktverein im Programm „Integration durch Sport“ hatte Natalia  Dergatcheva das „Kultursportliche Jahr“ in den Mittelpunkt der Bewerbung für den Nationalen Integrationspreis gestellt. Das „Kultursportliche Jahr“ ist vielschichtig aufgebaut. Sportpädagoginnen, Künstlerinnen und Nachhilfelehrer erforschen und erarbeiten monatlich die kulturellen Eigenschaften und die  Bewegungskultur je eines anderen Landes (Deutschland, Brasilien, Frankreich, Russland) gemeinsam mit Kindern im Alter von acht bis 14 Jahren. Körperliche Fähigkeiten, respektvoller Umgang und interkulturelle Kompetenz werden geschult. Es ist ein Angebot, das auch Dr. Petra Tzschoppe schätzt: „Die Tanzbrücke schafft neben dem Sport Zugänge zu bildender Kunst, Literatur, Sprache; zu Kultur in  ihrer Gesamtheit. Damit leistet sie etwas besonders Wertvolles.“ Auch die Öffnung des Vereinsangebots hin zur Selbstverteidigung gefällt Petra Tzschoppe, weil der Verein so mehr und mehr Jungen anspreche. Das sieht Natalia Dergatcheva genauso: „Tanzen allein reicht nicht mehr“, sagt die durchtrainierte Frau mit Diplomen in Sportwissenschaft, Choreographie und Psychologie, gebürtige St. Petersburgerin.

„Wir sind davon überzeugt, dass Integration dort am besten gelingt, wo Menschen sich gegenseitig aufeinander einlassen“, sagte  Bundeskanzlerin Angela Merkel am Mittwoch. In der Hamburger Tanzbrücke wird das jeden Tag versucht, und sehr oft gelingt es.

Zum Bericht: https://www.bundesregierung.de/Webs/Breg/DE/Themen/Nationaler-Integrationspreis/_node.html